Über Schwaigern

Rentamt, Rathaus, Stadtkirche

Rathaus, Stadtkirche, Rentamt

Rathaus mit Neubau

Rathaus mit Neubau

Schwaigerner Schloss

Schwaigerner Schloss

Marktplatz

Marktplatz

Fußgängerzone

Fußgängerzone

Frizhalle von Norden

Frizhalle von Norden

Frizhalle von Süden

Frizhalle von Süden

Stadtmauer an der Frizstraße

Stadtmauer an der Frizstraße

Hexenturm

Der Hexenturm

Gasse

Das Wachthaus

Fassade

Haus Mayer in der Wasserstraße

Friedhofskapelle

Friedhofskapelle

Schwaigern Panorama

Schwaigern Panorama

Johanneskirche

Johanneskirche

Freibad

Freibad

Stadthistorie

Schwaigern liegt mit seinen Stadtteilen Massenbach, Stetten am Heuchelberg und Niederhofen im Landkreis Heilbronn am Fuß des Heuchelbergs und hat ca. 10.500 Einwohner.
Zahlreiche Grabungsfunde von Karl Wagenplast aus Jungsteinzeit und Römerzeit belegen eine frühere Besiedelung, die erste urkundliche Erwähnung erfolgte jedoch erst im Jahr 766 im Lorscher Codex.
Etwa um 1200 wird auf dem Gratfelsen die erste Kirch erbaut, die heute noch als nördliches Seitenschiff der Stadtkirche vorhanden ist. Zur selben Zeit entsteht daneben die erste Burganlage. In dieser Zeit verlassen die Bewohner „Alt-Schwaigerns“ ihren bisherigen Siedlungsraum und siedeln sich unterhalb von Schloss und Kirche an.
Der Ortsadel, die Herren von Schwaigern werden in dieser Zeit abgelöst von den Herren von Neipperg. Diesen ist es im Unterschied zu anderen deutschen Adelsfamilien durch eine geschickte Bündnis- und Hochzeitspolitik sowie flexible Reaktionen auf die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen gelungen, ihre Stammsitze in Neipperg und Schwaigern zu bewahren.
1372 bekam Schwaigern das Stadtrecht verliehen, 1486 das Recht, Märkte abzuhalten.
1702 wurde mit dem Bau des Schlosses begonnen, der erst 1870 mit dem Bau des Südflügels und der Schlosskapelle vollendet wurde.
Im selben Jahr wurde auch die Friedhofskapelle errichtet.
Durch verheerende Brände im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden ganze Straßenzüge und Viertel zerstört. Dennoch blieben zum Glück einige schöne Gebäude erhalten.

  • Lorscher Codex
    Schenkung im Lorscher Codex
  • Grabstein G.W. von Neipperg und Ehefrau
    Grabstein G. W. von Neipperg und Ehefrau
  • Barbara Altar von Jerg Ratgeb
    Barbara Altar von Jerg Ratgeb

Schwaigern für Besucher

Das bedeutendste historische Gebäude ist die 1514-20 von Bernhard Sporer, unter Einbeziehung der „alten Kirche“ erbaute Stadtkirche, die in ihrem Inneren eine Reihe wertvoller Steinmetzarbeiten, Altäre und Grabdenkmäler beherbergt, allen voran der Barbara-Altar von Jerg Ratgeb. Der Bau war notwendig, weil Schwaigern zur damaligen Zeit kirchliches Zentrum für 36 Gemeinden in der Umgebung war. Vor der Reformation taten 7 Geistliche an den Altären ihren Dienst.
Ein viel fotografiertes Motiv ist der Hexenturm, ein 1461 als Teil der Stadtmauer erbauter Wehrturm, später als Gefängnis genutzt. Den Namen erhielt er, weil Anna Maria Heinrich, später als Hexe verbrannt, hier eingesperrt war, daran angebaut ist das Reinwald´sche Haus.
Aus dem 15. Jahrhundert stammen das Wachthaus, das erkerartig von der Stadtmauer in den Schlossgarten hineinragt, und das Storchennest in der Fußgängerzone, ursprünglich als Wohnhaus eines dreiseitigen Bauernhofes erbaut.
1659 wurde die Stadtkelter erbaut, die heute die Mediathek, das Karl-Wagenplast-Museum und den Bürgersaal beherbergt.
Im 18. Jahrhundert sind viele Bürgerhäuser entstanden, die sich von den damals üblichen Wohnhäusern abgehoben haben und von Reichtum und Kunstsinn der Bauherren zeugen.
Dazu gehören das Evang. Pfarrhaus, das ehemalige Helferhaus in der Pfarrgasse, das Gasthaus zum „Lamm“, beim Rathaus, die ehemalige „Krone“ am Hindenburgplatz, das Haus Holderrieth in der Wasserstrasse und das frühere Gasthaus „Rössle“ am Lindenplatz.
Der 1869 verstorbene Rotgerber Ernst Friz hat der Stadt 100 000 Gulden vermacht für den Bau einer Schule und der Wasserversorgung. So entstand 1887 die Frizhalle.
Viele Fachwerkbauten des alten Schwaigerns wurden bei den Großbränden 1905 und 1928 zerstört.

  • grossbrand-1905-rauch
    Großbrand 1905 am Marktplatz
  • Grossbrand Schwaigern 1905
    Marktplatz nach dem Brand 1905
  • Großbrand Schwaigern 1928
    Großbrand 1928 am Hindenburgplatz

Einen Spaziergang wert ist der Obelisk im Baugebiet hinter dem Schloß, der von Graf Adam Adalbert von Neipperg zum Gedenken an seine früh verstorbene Frau errichtet wurde.
Tradition hat auch der Weinbau in Schwaigern. Bereits 799 wurden im Schenkungsbuch des Kloster Lorsch Weingärten in Schwaigern erwähnt. Die Heuchelberg Weingärtner, 1925 als Weingärtnergenossenschaft gegründet, werden heute von mehreren privaten Weingütern ergänzt.
Besuchermagnet und Kinderparadies ist der 1976 entstanden Leintalzoo, in dem die größte Schimpansengruppe Deutschlands lebt.
Die Stadtbahn fährt im 20 Minuten-Takt nach Heilbronn, alle 30 Minuten Richtung Karlsruhe.
Bei einer kürzlich erfolgten Bürgerbefragung war die Mehrheit der Befragten mit der Lebensqualität sehr zufrieden. Es gibt gute Einkaufsmöglichkeiten, eine Fußgängerzone, die Stadt ist noch ländlich, überschaubar, besitzt eine gute Infrastruktur sowie ein stark ausgeprägtes Vereinsleben.

Stadtmauer-Rundweg

Infotafeln erläutern dem Besucher wichtige Stationen Schwaigerner Stadtgeschichte. Der Heimatverein hat zum Jubiläumsgeschenk des Handels- und Gewerbevereins an die Stadt die Texte beigesteuert.
Stadtmauer-Rundweg Karte